So reinigen Sie Ohrpiercings richtig

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how to clean ear piercings

Heutzutage wird alles gepierct – vom Ohrläppchen bis zum Helix (Ohrrand) und allem dazwischen. Umso wichtiger ist es, Ihre Piercings gut zu pflegen, damit sie in bestem Zustand bleiben und sich nicht entzünden.

So beugen Sie Problemen beim Piercing vor

Lassen Sie sich Ihr Piercing unbedingt bei einem zugelassenen Piercer stechen, der die Sicherheits- und Hygienestandards der örtlichen Behörde erfüllt. Die Zulassung sollte gut sichtbar und eindeutig erkennbar ausgehängt sein. Unter extremen Umständen könnten unhygienische Räumlichkeiten Sie dem Risiko eines toxischen Schocksyndroms, von Hepatitis oder HIV aussetzen. Zum Glück verwenden zugelassene Studios sterile Einwegnadeln und -instrumente, wodurch das Risiko nahezu vollständig ausgeschlossen wird.

Stechen Sie sich Ihr Piercing nicht selbst. Das kann gefährlich sein, und das Infektionsrisiko ist hoch – mit Blutungen, Schwellungen oder Narben als mögliche Folgen.

Auch von einer Piercingpistole ist abzuraten. Sie ist nicht nur unhygienischer, sondern tut auch mehr weh als eine Nadel, weil mit einem stumpfen Ohrstecker statt mit einer scharfen Nadel gestochen wird.

Ein Piercing kann bis zu drei Monate brauchen, um richtig zu verheilen. Geben Sie ihm deshalb die nötige Zeit und spielen Sie nicht daran herum. Wer ständig daran fummelt, reizt die Stelle wahrscheinlich und überträgt Keime von den Fingern.

Regelmäßige Reinigung

Damit Ihre neuen Piercings weiterhin toll aussehen, sollten Sie sie regelmäßig reinigen und so den Heilungsprozess unterstützen.

Reinigen Sie den Bereich um das Piercing zweimal täglich, jeweils nach dem Duschen, behutsam mit einer warmen Kochsalzlösung (Salzwasser). Der britische National Health Service (NHS) empfiehlt, ¼ Teelöffel Meersalz pro Eierbecher warmem Wasser einzurühren. Tragen Sie die Lösung mit Küchenpapier auf. Greifen Sie auf keinen Fall zu Wattepads, denn sie hinterlassen oft Rückstände, die Reizungen verursachen.

Die Lösung weicht Sekretreste auf. Nachdem Sie diese entfernt haben, können Sie den Schmuck im Ohr vorsichtig bewegen, damit die Lösung durch den Stichkanal ziehen kann. Tupfen Sie das Ohr anschließend mit frischem Küchenpapier trocken.

Nach 6–8 Wochen, wenn Sie Ihr Piercing wechseln dürfen, empfehlen wir außerdem, auch den Schmuck, den Sie in das Piercing einsetzen, regelmäßig zu reinigen. Mehr zur Schmuckreinigung lesen Sie hier.

So erkennen Sie Infektionen

Keine Panik, falls es doch einmal zu einer Reizung oder Infektion kommt. Darauf sollten Sie achten:

  • Ausfluss aus dem Piercing, der meist gelb oder grün ist.
  • Die Stelle kann bei Berührung schmerzen.
  • Die Haut um das Piercing kann sich röten und entzünden.
  • Möglicherweise bekommen Sie sogar erhöhte Temperatur.

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, lassen Sie den Schmuck im Ohr und suchen Sie ärztlichen Rat. Infektionen verlaufen meist mild und lassen sich in der Regel gut mit Antibiotika behandeln.

Eine Infektion bedeutet nicht zwangsläufig, dass mit Ihrem Piercing etwas nicht stimmt – es kann auch eine Reaktion auf das Metall Ihrer Ohrringe sein.

Mehr zum Thema Schmuckallergien lesen Sie hier

Geeignete Metalle für neue Piercings

Nicht jedes Metall verträgt sich mit dem Heilungsprozess des Körpers, was zu unerwünschten Infektionen führen kann. Wählen Sie Metalle, die keine Körperflüssigkeiten aufnehmen und nicht mit dem Körpergewebe reagieren. Geeignet sind: Chirurgenstahl, Gold, Niob und Tygon. Sobald das Piercing vollständig verheilt ist, können Sie Ihre Ohrring-Sammlung gern mit Sterlingsilber, Modeschmuck und vergoldetem Schmuck abwechslungsreicher gestalten.

Wir hoffen, diese Tipps helfen Ihnen bei der Pflege Ihres neuen Piercings.

Jas

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